Sonderprogramm zur Straßeninfrastruktur in Südwestfalen
Das Sonderprogramm „Straßeninfrastruktur Südwestfalen“ für die Sanierung der Straßen und Brücken in der Region hat der nordrhein-westfälische Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer am 6. September 2024 vorgestellt.
Auftaktveranstaltung des begleitenden Dialogs zur verkehrlichen Infrastruktur in Südwestfalen (September 2024)
Die Auftaktveranstaltung des begleitenden Dialogs zur verkehrlichen Infrastruktur in Südwestfalen fand im Hörsaal der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) statt. Das Sonderprogramm beinhaltet Sanierungsmaßen für 470 Kilometer Bundes- und Landesstraßen, die durch die Umleitungs- und Ausweichsverkehre der Sperrung der A45 besonders belastet sind. Im Fortlauf des Dialogprozesses sollen diese Maßnahmen in den nächsten Wochen in den Kommunen weiter diskutiert werden.

Lesen Sie hier die 17 Maßnahmen und Forderungen der SIHK für die Verkehrspolitik in der Region Märkisches Südwestfalen.
Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer verband die Vorstellung dieses umfassenden Sanierungsprogrammes mit der Zusage, dass für alle aufgeführten Maßnahmen ausreichend finanzielle wie personelle Kapazitäten sichergestellt seien.
Auftaktveranstaltung des Dialogprozesses zur verkehrlichen Infrastruktur in Südwestfalen am 6. September 2024.
Dazu Stefan Nickel, SIHK-Teamleiter für Standort und Infrastruktur:
„Ich freue mich besonders, dass Minister Krischer im Rahmen der Vorstellung erneut eine Zusage über die Sicherung der Finanzierung dieses umfassenden Maßnahmenpakets für die Sanierung der regionalen Verkehrsinfrastruktur gegeben hat. Doch mit Blick auf die zunehmend marode Lage der Straßen und Brücken in Südwestfalen ist es zugleich geboten, schnellstmöglich in die konkrete Planung und Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen zu kommen. Ich gehe davon aus, dass mit Öffnung der neuen Rahmedetalbrücke Mitte 2026, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen abgestimmt und koordiniert beginnen werden. Dazu müssen neben allen zuständigen Straßenbaulastträgern auch die Deutsche Bahn sowie die Energie- und Telekommunikationsunternehmen und ihre Maßnahmen in die Prozesse eingebunden werden. Hierfür können digitale Informationsportale wie Tic Kommunal für alle involvierten Gruppen einen Mehrwert darstellen.“

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SIHK fordert Kontinuität - Erste Maßnahme des Sonderprogramms Straßen gestartet (Juli 2025)
Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) begrüßt den Start der ersten großen Maßnahme des Sonderprogramms „Straßeninfrastruktur Südwestfalen“ an der L655 als wichtigen Schritt zur Stärkung der regionalen Infrastruktur. „Dass die Sanierung der besonders vom Ausweichverkehr der A45 Sperrung belasteten L655 nun startet, ist ein starkes Signal für unsere Region. Der Einsatz und die Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure in der Region mit dem Land zeigen Wirkung. Jetzt gilt es, diesen eingeschlagenen Weg konsequent strukturiert und transparent weiterzugehen“, erklärt Stefan Nickel, SIHK-Teamleiter ‚Standort und Infrastruktur‘.
Das Sonderprogramm des Landes sei eine Chance, die durch den Umleitungsverkehr der A45 Sperrung stark geschädigte Infrastruktur in Südwestfalen nachhaltig zu erneuern. Die SIHK weist in diesem Zusammenhang erneut auf die zentrale Bedeutung funktionierender Straßen und Brücken für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft hin.
Vor diesem Hintergrund müssten die 124 Maßnahmen des Sonderprogramms unbedingt weiterhin so gut abgestimmt und koordiniert angegangen werden, wie es bei der ersten großen Maßnahme in Lüdenscheid nun der Fall sei. Neben dem Sonderprogramm für die Landes- und Bundesstraßen dürften jedoch auch die beschädigten Straßen in kommunaler Zuständigkeit nicht vergessen werden, so die SIHK. Auch hier seien Mittel und Wege dringend erforderlich, um die Kommunen in der Sanierung finanziell zu entlasten.
„Die Unternehmen im Märkischen Südwestfalen brauchen leistungsfähige Straßen und Brücken sowie erreichbare Standorte. Dafür muss die Zusammenarbeit zwischen Land, Kommunen, Wirtschaft und allen Beteiligten auf diesem hohen Niveau weitergeführt werden“, fordert Nickel. Deshalb werde sich die SIHK weiterhin aktiv in den begleitenden Dialogprozess des Sonderprogramms einbringen und die Interessen des Wirtschaftsstandorts vertreten, so der SIHK-Verkehrsexperte abschließend.
4. August 2025